Winterlandschaften
Impressionen aus dem winterlichen Hannover
(Marie, Tamina, Julia, Joshua, Tabea)
redakteur Aktuelles, Unser Neubau
Auch letzte Woche waren wir wieder zur Beobachtung der Fortschritte auf der Baustelle.
Beispielsweise erhielt das Gebäude am 23.11 das Gründach, welches aus einer Kies-Granulat-Mischung besteht. Dies ist ebenfalls der Grund, warum noch ein Teil des Gerüstes vorzufinden ist. Die Mischung wird über Schläuche auf das Dach gepumpt. Damit die Fassade möglichst geschützt bleibt, werden die Schläuche über das Gerüst gelegt.
In den NaWi-Räumen wurden die Deckensysteme installiert und die ersten Möbel aufgebaut.
In einigen Räumen wurden die Sockelleisten aus Holz montiert und versiegelt.
Außerdem wird das Gebäude in verschiedene Brandabschnitte eingeteilt. Das bedeutet, dass es an einigen Stellen zwischen den Räumen elektrische Türen gibt, damit diese im Brandfall geschlossen werden können.
Daneben wird der Bodenbelag des Lehrerzimmers aktuell fertiggestellt.
Die Kühlzelle der Küche wurde ebenfalls geliefert. In dieser beträgt die Temperatur etwa 5°C, was bedeutet, dass es sich um eine Frischhalte- und keine Tiefkühlzelle handelt.
Es geht allerdings nicht nur innerhalb des Gebäudes voran, auch am Außenbereich wird gearbeitet. Dieser soll noch vor Eintreten des Frostes fertiggestellt werden, da der Boden dann zu fest bzw. gefroren ist.
Abschließend noch eine Information für die Zukunft des Außen- bzw. Sport- und Pausengeländes:
Dieses wird nach der finalen Fertigstellung der Schule einen sehr großen Bereich um das Gebäude herum umfassen. Es enthält unter anderem eine Kletterspinne, eine Slackline, Basket-und Fußballplätze, aber auch eine Hundert-Meter-Laufbahn und Weitsprunganlagen.
(Marie, Finn)
redakteur Aktuelles, Unser Neubau
Nach einer längeren Pause waren wir wieder auf der Baustelle, um uns die weiter fortschreitenden Arbeiten zu betrachten.
Auf dem Dacht wird in etwa einer Woche das Gründach installiert. Dafür wird das Pflanzengranulat via Schläuchen auf das Dach transportiert. Wenn dies erfolgt ist, werden die Blitzableiter angebracht.
Doch damit dies geschehen kann, fanden elektromagnetische Messungen statt, um die letzten vorhandenen Löcher in der Dachplane zu finden und zu stopfen.
Die Lüftungsanlagen auf dem Dach erhalten außerdem die letzten Bleche der Verkleidung und es wird eine
separate Klimaanlage für die Computerräume montiert.
Daneben wird in der nächsten Zeit das komplette Gerüst nach und nach abgebaut, da die Außenfassade nun final abgeschlossen ist.
In einigen Teilen des Innenbereichs wurde in den Fluren und Klassenräumen die Deckenbeleuchtung installiert.
Innerhalb der Flure wurden einige Klinkersteine, die nicht in das optische Bild gepasst haben, herausgenommen, da sie zu dunkel waren. Diese werden nun durch hellere Steine ersetzt.
Eine Besonderheit sind die Toilettentüren. Sie besitzen einen kleinen Teil aus Glas, wodurch teilweise der Bereich der Waschbecken einzusehen ist.
Im Lehrerzimmer wurden die Türen zu dem Stillarbeitsraum der Lehrer angebracht, der Bodenbelag wird zudem auch aufgetragen.
Weiter geht es mit der Mensa: Dort wird mit dem Ausbau der Rasterdecke begonnen. Außerdem wird die Kühlzelle zum Lagern von Lebensmitteln in der nächsten Zeit eingebaut. Die Rollläden für den Bereich der Essensausgabe wurden ebenfalls installiert.
Im Bewegungsraum des Ganztagsbereiches (in dem sogar eine Slackline angebracht werden kann) wurden Randprofile angebracht, damit keine Kanten mehr vorhanden sind und keine Verletzungsgefahr beim Toben besteht.
Und zuletzt eine tolle Nachricht für alle Musiker: Im Musikraum gegenüber der Mensa wird demnächst Parkett verlegt.
(Marie, Finn)
redakteur Unser Neubau, Aktuelles
Auch die letzten Wochen waren wir auf der Baustelle und haben uns die Fortschritte angesehen.
Erst einmal zur Entwicklung auf dem Dach: Dort wurden die großen Lüftungsanlagen mit Ummantelungen installiert, damit (vor allem in Zeiten von Corona) ein konstanter Luftaustausch möglich ist.
Der Südtrakt ist im Bereich des Ausbaus der Räume, z.B. bei der Installation von Steckdosen und Schaltern, dem Anbringen von Fliesen für Waschbecken in Klassenräumen uvm., fortgeschritten, die Flure „hängen“ allerdings noch etwas hinterher. Jedoch wurden in diesen schon die Rohrheizkörper für die Wärmeverteilung installiert. Hier entschied man sich für die Rohr- anstatt für die Plattenbauweise, da Rohre stabiler sind. Die ersten Türen für die Klassenräume wurden ebenfalls eingesetzt.
Hier noch eine interessante Information zur Bodenverlegung: Wenn die Böden verlegt werden, wird eine Schweißschnur zwischen den einzelnen Teilen gelegt und mit einem Schweißgerät erhitzt, damit die einzelnen Platten eine gemeinsame Fläche ergeben.
Es wurde außerdem ein Haftgrund an den Wänden aufgetragen. Dieser wird benötigt, da Haftung auf Beton kaum gegeben ist und direkt aufgetragene Farbe einfach abblättern würde. Der Haftgrund ist zusätzlich gefärbt, damit besser erkannt werden kann, wo er bereits aufgetragen wurden und wo nicht.
Daneben wird innerhalb der nächsten Woche Strom verfügbar sein und im Dezember wird mit dem Montieren der Innenausstattung begonnen.
Die Decke des Haupttreppenhauses wurde ebenfalls montiert. Dazu musste im Treppenhaus eine Gerüstkonstruktion aufgebaut werden, da die Decke sonst nicht hätte erreicht werden können.
Auch draußen ging es weiter: Die ersten Außenfassaden sind weitestgehend fertiggestellt und nun ohne Gerüst zu bewundern.
„Sois gentil et tiens courage“-„Sei gütig und habe Mut“ (Zitat aus Annes Tagebuch)
Zum bestmöglichen Schutz aller Beteiligten gibt es auch im Hauptgebäude viele coronabedingte Veränderungen.
Die erste Änderung sieht man bereits beim Hereinkommen, nämlich die „Einbahnstraßen“. Hierbei handelt es sich um eine
geregelte Laufrichtung auf den Treppen und in den Fluren. Auf der rechten Seite geht man die Treppen hoch, auf der linken hinunter. Da die Treppen im T-Trakt zu eng für das 2-Wege-System sind, wird dort die Haupttreppe als Aufgang genutzt. Der Abgang verläuft über den Notausgang über ein Dach am Ende der jeweiligen Gänge. Dabei ist natürlich der 1,5 Meter – Mindestabstand sowie die Maskenpflicht einzuhalten.
Zum Kiosk gibt es ebenfalls einen neuen Weg. Dieser führt über eine Tür, die sich auf der linken Seite des Schulhofes auf Höhe der Mülltonnen befindet. Dort geht man die Treppe herunter, durch einen Gang der Buchrückgabe und -ausleihe hindurch und geradeaus weiter bis zur hinteren Eingangstür des Kiosks. Dabei hält man sich auf dem Hinweg rechts und biegt dann nach links ab. Auf dem Rückweg hält man sich erneut rechts (von seiner Perspektive aus) und geht den gewohnten Weg wieder Richtung Pausenhof.
Eine Maske ist nur verpflichtend zu tragen, wenn man sich im Schulgebäude bewegt, zum Beispiel von seinem Sitzplatz in der Klasse aufsteht oder sich auf den Gängen und Treppen bewegt. Auf dem Schulhof herrscht keine Maskenpflicht. Jedoch kann jeder, der sich mit einer Maske sicherer fühlt, diese gerne auflassen.
Wenn man dann im Klassenraum angekommen ist, wäscht man sich als aller Erstes die Hände mit Seife, falls man dies nicht bereits auf dem Schulhof an einem der beiden mobilen Waschbecken getan hat. In der Regel wäscht man sich die Hände, wenn man eine Raum betritt, auch wenn man beispielsweise in der Pause auf dem Schulhof war und wieder zurück in seinen Klassenraum geht.
Der Unterricht hat sich vom Prinzip her wenig verändert. Was allerdings auffällt, ist, dass die Klassen halbiert sind. Nun hat nur ein Teil der Klasse innerhalb einer Woche Präsenzunterricht, der andere Teil arbeitet im Homeoffice von zuhause aus. Zudem fällt auf, dass nun jeder Schüler einen Tisch für sich hat und diese ebenfalls auseinandergerückt wurden, um den Mindestabstand einzuhalten. Die Türen sind während des Unterrichts durchgehend geöffnet.
In den Pausen hat sich auch eine Neuerung ergeben. Nun kann man die Zeit während der Pause im Klassenraum verbringen und muss nicht, wie sonst, auf den Schulhof. Dabei kann man allerdings aus Sicherheitsgründen nicht in den Fachräumen bleiben. Wenn man sich dafür entscheidet, auf den Schulhof zu gehen, fällt einem auf, dass sich dort viele verschiedenfarbige Punkte auf dem Boden befinden. Diese dienen als Richtlinie, um den Sicherheitsabstand einzuhalten.
Fazit:
In meiner Klassenhälfte wurden die Maßnahmen generell gut aufgenommen: sowohl das regelmäßige Händewaschen, das Lüften, die Abstandsregeln als auch das Einbahnstraßensystem auf den Treppen und die Maskenpflicht beim Bewegen im Gebäude. Hinterfragt wurde allerdings die Wirkung der gezeichneten Punkte auf dem Schulhof und vor der Schule für den Alltag der Schüler. Zwar wurde gelobt, dass man dadurch in der Schule daran erinnert werde, den 1,5 Meter-Mindestabstand einzuhalten, allerdings wurde hinterfragt, ob sich alle vor der Schule und nach dem Unterricht an die Abstandsregeln halten.
Auf die Frage, ob es mit einer halben Klasse besser sei, gab es nur Zustimmung. Dies liege daran, dass man sich bei einer halben Klasse besser konzentrieren, sich öfter beteiligen und damit seine Noten aufbessern könne. Dazu sei es generell entspannter und man habe ebenfalls mehr Platz auf seinem Tisch.
(Marie, Finn)

Das Interview führten Paula und Julius aus der 5a der Sophienschule am 05.03.2020.
Julius: Wie alt warst du, als du mit dem Handballspielen angefangen hast? Und warum ist es Handball geworden?
Ich denke, dass ich noch relativ jung war, als ich mit Handball angefangen habe, da mein Vater selber Handballer war und ich praktisch in seine Fußstapfen getreten bin und auch dementsprechend ein Hallenkind bin. Sprich, dass, sobald ich laufen konnte, ich mich in der Halle aufgehalten habe. Aber ich bin den ganz normalen Weg eines Handballers gegangen, sodass ich bei den Minis angefangen habe, wenn ich mich nicht irre, ist das mit 4/5/6 Jahren.
Grundsätzlich: Den Ball habe ich, seitdem ich auf der Welt bin, in der Hand gehabt.
Julius: Wie lange spielst du schon bei den Recken?
Das ist jetzt meine 3. Saison, sprich 2 ½ Jahre.
Paula: Was isst du vor einem Spiel?
Ich esse Spaghetti Bolognese und das vor jedem Spiel, also zumindest zuhause.
Paula: Welchen Beruf hättest du gewählt, wenn du nicht Handballspieler geworden wärst?
Kann ich Dir leider nicht beantworten. Weiß ich nicht. Ich denke ich habe nebenbei sehr erfolgreich – na ja…erfolgreich will ich jetzt nicht behaupten – aber ich habe sehr engagiert Tennis gespielt und das auch bis zu meinem 14. Lebensjahr. Und ich denke, wenn es mit dem Handball nicht geklappt hätte, wäre ich vielleicht Richtung Tennis gegangen – also auch irgendwas mit Sport wahrscheinlich.
Julius: In der Bundesliga gehören Niederlagen genauso wie gewonnene Spiele dazu. Wie gehst du mit Niederlagen um?
Ja, ich denke ich … ist eine gute Frage, muss ich gestehen. Ich denke, dass nach einer Niederlage auf jeden Fall die Fehler analysiert werden sollten und geschaut werden muss, warum wir verloren haben: weil wir einfach die schlechtere Mannschaft waren oder die Anderen einfach besser waren als wir. Also die Analyse des verlorenen Spiels muss erfolgen.
Julius: Wie fandest du die bisherige Saison?
Ich denke auf jeden Fall: sehr geil. Es war mit meine zweitbeste Saison, glaube ich, die ich überhaupt gespielt habe, also mit einer Mannschaft. Ich glaube, nur noch mit Berlin haben wir einen besseren Tabellenplatz erreicht. Und entsprechend bin ich sehr glücklich darüber und freue mich dementsprechend, wenn es noch eine bessere Platzierung gibt als jetzt.
Paula: Was war dein schönster Sportmoment?
Ich denke, das EHF Final Four in Köln in der Champions League.
Paula: Findest du es ungerecht, dass Fußballspieler so viel mehr Geld verdienen als Handballspieler?
Das kann ich jetzt so gar nicht direkt beantworten. Ich will die Leistung von Fußballern nicht schmälern, die genauso wie wir einen sehr großen Aufwand tätigen, um ihren Sport zu betreiben. Deswegen ist das für mich nicht so relevant.
Julius: Wie bereitest du dich auf ein Spiel vor?
Es ist so, dass wir während der Woche, beziehungsweise die letzten zwei, drei Tage vor dem Spiel, Videoanalyse mit dem Trainer machen und uns dort dann Notizen in ein Notizbuch schreiben. In der Regel ist es so, dass ich mich dann in dieses Buch noch einmal vertiefe und noch einmal die ganzen Notizen von mir durch gehe, um mich dann bestmöglich auf die Gegner einzustimmen.
Paula: Wir müssen im Handballtraining manchmal Handstand und Radschlag üben. Kannst Du einen Handstand?
Nein.
Einwurf Frau Oetzmann: Warum müssen die das machen?
Das ist eine gute Frage. Kann ich leider nicht beantworten. Meines Wissens habe ich in meiner Profikarriere noch nie einen Handstand gemacht…im Spiel (Anm.: lacht).
Frau Oetzmann: Aber du bist ja noch nicht so alt… Heute wird der Fokus in der Jugend ja auch auf das Turnerische gelegt. Ich meine, jetzt kannst du dich ja auch abrollen, das musst Du ja irgendwo gelernt haben?
So weit ich das jetzt mitbekommen habe, spielt das Turnen eine immer größere Rolle beim Handballspielen. Zu meiner Zeit, als ich noch jung war, gab‘s das Turnen in der Hinsicht noch nicht bei uns. Wir waren eher darauf fokussiert, Spaß mit dem Ball zu haben, muss ich gestehen.
Julius und Paula: Danke für das Interview
Hier in Deutschland ist das Corona-Virus mittlerweile seit etwa sechs Wochen angekommen und hat sich in unseren Alltag eingeschlichen. Die Nachrichten sind voll mit den neusten Informationen über Corona in der ganzen Welt. In Deutschland gilt seit Montag, dem 27. April in den öffentlichen Verkehrsmitteln und im Einzelhandel die Maskenpflicht. Seit ca. sieben Wochen halten wir uns nun schon alle an die Kontaktbeschränkungen, treffen uns maximal mit einer anderen Person, halten zu allen 1,5m Abstand, besuchen unsere Großeltern nicht mehr und sind eigentlich nur noch zuhause.
In den nächsten Tagen sollen jedoch weitere Lockerungen, z.B. die Öffnung von Zoos, Restaurants, Freizeitstätten, die Rückkehr in den Alltag erleichtern.
In der letzten Zeit sind natürlich einige Fragen aufgekommen, was den Schulbetrieb angeht, wenn es denn wieder losgeht. Freundlicherweise hat sich Herr Kindermann am 15.04.2020 bereit erklärt, uns einige dieser Fragen per E-Mail zu beantworten. Aufgrund der Dynamik der Entwicklung könnten sich manche Dinge schon weiterentwickelt haben.
Haben Sie vor, dass das Tragen eines Mundschutzes in unserer Schule zur Pflicht wird?
Wir müssen vorsichtig abwägen zwischen der Verpflichtung und einer Etikette. Es ist sicherlich nicht klug und auch nicht notwendig, die für Krankenhäuser benötigten (FFP2-)Masken in Schulen einzusetzen. Stoffmasken sind hingegen für unseren Bereich ausreichend und können gut selbst erstellt werden. Das haben wir in der überragenden Spendenaktion gesehen, die Herr Lausecker initiiert hat. Etliche hundert Stoffmasken wurden von der Schulgemeinschaft genäht und verschiedenen Kliniken gespendet, die sich sehr über diese Entlastung gefreut haben. Das war/ist ein toller solidarischer Beitrag!
Ich kann nicht davon ausgehen, dass alle 1030 Schüler*innen sich zügig genug einen Mundschutz kaufen oder herstellen können oder möchten, aber ich gehe davon aus, dass Masken für längere Zeit ein Bestandteil in Schule sein werden. In diesem Punkt werden bis zum Wiederstieg der Jahrgänge aber eine klare Haltung entwickelt haben. Schüler*innen sollten in jedem Fall beim Wiedereinstieg ihre Maske dabei haben.
Haben Sie schon Pläne für den Unterricht, wenn die Schule wieder öffnet?
Die Regelungen, die das Kultusministerium treffen wird/getroffen hat, geben uns den klaren Rahmen vor, in dem wir eigenverantwortlich unser Schulleben gestalten. Eine wichtige Einstiegsfrage für uns ist, wie wir die typischen Gewohnheiten des Alltags durchbrechen und die in den letzten Wochen im Alltag erlernten Hygiene- und Abstandsregeln auch in den Schulalltag der nächsten Zeit übertragen können. Da sind etliche Detailfragen zu klären und es wird bei Beginn der Schulzeit über diese neue Situation gesprochen werden. Es wird sich zeigen, dass wir Regelungen immer wieder anpassen müssen, wenn wir merken, dass sich etwas nicht bewährt oder sich die Situation immer mehr entspannt oder zuspitzt. Da wird sicherlich Dynamik in den schulinternen Verfahren sein und das wird vermutlich auch anstrengend für die Schulgemeinschaft sein, aber ich bitte die Schüler*innen einfach darum, aus Solidarität unseren Regelungen zu folgen. Wenn die Infektionszahlen maximal sind, kann ich nicht die Botschaft senden, dass der Alltag an der Sophienschule sehr schnell wieder so aussehen wird, wie vor zwei Monaten. Aber die Vertrautheit der Menschen untereinander wird schnell wieder zurückkommen. Und das ist schließlich das wichtige Element einer Gemeinschaft. Die eher Regelungen der Abstände in Kiosk, Sekretariat, Flur und co dienen nur der Vorsorge, dass wir in ein paar Wochen oder Monaten nicht von einer Welle überrascht werden. Um unsere Schüler*innen mache ich mir dabei weniger Sorgen als um deren Verwandte oder gefährdeten Bekannten.
Was ist Ihr Eindruck von Sophie@Home, sprich wie die Schüler*innen zuhause arbeiten? Könnten Sie sich vorstellen, dass man so erst einmal weiterarbeiten könnte?
Je kürzer Sophie@Home gilt, desto besser ist es, denn der Unterricht in der Schule ist durch nichts zu ersetzen. Die Lehrkräfte haben in der Zeit von Sophie@Home ihr Bestes gegeben und geben es weiterhin und gehen unterschiedlich mit der Situation um, um euch weiter die bewährte Struktur von Schule zu geben. Da konnten etliche Schüler*innen ganz direkt den Lernprozess der Lehrkräfte mitverfolgen (Ja, man lernt immer ein Leben lang!) und haben auch den Mut ihrer Lehrer gesehen, sich z.T. erstmals mit ganz neuen digitalen Werkzeugen und Formaten auseinanderzusetzen. Digitaler Unterricht, bei dem die Schüler zuhause am PC sitzen, ist kein Zukunftsmodell, weil z.B. das Anstupsen eines abschweifenden Schülers durch seinen Lehrer oder der direkte Austausch der Schüler unverzichtbar sind. Man muss sich von den Ideen der anderen inspirieren lassen und sich selbst im Reden, Argumentieren und Experimentieren ausprobieren. Reden lernt man nur durch reden. Und gleichzeitig gibt es neue Elemente, die wir in den letzten Wochen kennengelernt haben, die es sich lohnt, häufiger einzusetzen. Dadurch können Schüler*innen in der ein oder anderen Lernsituation ganz neue Kompetenzen erlangen, die sie vorher nicht erlangen konnten. Ein eingescanntes Arbeitsblatt ist hingegen noch kein digitaler Unterricht. Es ist nur der allererste Schritt.
Wie fühlt es sich aus Lehrerperspektive an, wenn die Schulen so plötzlich geschlossen werden (müssen)?
Um es kurz zu sagen: Sehr unangenehm.
Die Lehrerperspektive ist dabei aber nicht relevant. Die Menschperspektive ist wichtiger:
Die Situation war für die allermeisten von uns neu. Nur diejenigen, die Migrationserfahrung haben, kennen das Gefühl vielleicht aus der Region, aus der sie fliehen mussten. Die Größenordnung einer Pandemie hat aber sicherlich bei vielen von uns ein Gefühl der Beklommenheit oder zeitweisen Sorge/Furcht hervorgerufen.
Rückblickend stelle ich für mich fest, dass ich begeistert bin, wie befürchtete Zersetzungserscheinungen von Gesellschaft verhindert wurden, weil Politik und Verwaltung und die Mitmenschen klug und verantwortungsvoll reagiert haben. Es funktionierte vieles weiter und auch Toilettenpapier gibt es wieder zu kaufen. Dass in Deutschland Toilettenpapier Mangelware war, ist mir aber lieber als das, was in anderen autoritärer geführten Ländern Mangelware wurde. Als Gesellschaft können wir schon jetzt das Zwischenfazit ziehen, dass wir bestanden haben und sehr glücklich sein können, dass die Politik auf allen Ebenen besonnen reagiert hat und uns als Bürgern viel Vertrauen geschenkt hat, indem sie Ausgangssperren vermieden hat. Das war ein Gelingensfaktor.
Mich bedrücken hingegen sehr die wirtschaftlichen Folgen, unter denen etliche unserer Eltern und damit auch unsere Schüler*innen zu leiden haben.
Auf einer Skala von eins bis zehn: Wie stressig war die Situation kurz vor der Schulschließung im Vergleich zu jetzt?
Damals gefühlt: Zehn. Alles was ich vorher erlebt habe, waren Fingerübungen.
Jetzt mit Abstand, weil ich weiß, wie es sich entwickelt hat: sechs.
Hätten Sie im Januar, als das Virus bekannt wurde, damit gerechnet, dass eine Schulschließung auf uns zukommen könnte bzw. wann wurde Ihnen klar, dass es dazu kommen würde?
Im Januar hatte ich das Virus nicht als Gefahr für uns vor Augen, habe die Entwicklung aber interessiert verfolgt.
Ich wurde sehr hellhörig, aktiv und innerlich angespannt ab dem 5. März 2020, 8:16 Uhr. Meine innere Anspannung stieg exponentiell bis ich die klugen Reaktionen der Politik merkte. Dann fiel die Anspannung exponentiell. Wer die mathematischen Hintergründe kennt, ist geneigt zu agieren.
Tragen Sie selbst einen Mundschutz und wenn ja, welchen?
Ich habe meiner Familie vor zwei Monaten waschbaren Stoffmundschutz gekauft, der das Gesicht gut bedeckt und sich recht gut anschmiegt. Das langfristige Arbeiten damit ist für mich noch gewöhnungsbedürftig und das Atmen und unnuschelige Sprechen fällt mir mitunter schwer. Ich habe großen Respekt z.B. vor den Pflegern und Ärztinnen, die täglich stundenlang mit noch dichteren Masken und unter hohem Druck arbeiten müssen. Hut ab. Die Gesellschaftsrelevanz etlicher Berufsgruppen dürfte für unsere Schüler*innen erlebbar gewesen sein und das ist sicherlich auch ein entscheidender Punkt bei der späteren Berufswahl: Wer will nicht eine wichtige Arbeit erledigen?
Wir danken Herrn Kindermann für das ausführliche Beantworten unserer Fragen, aber noch viel mehr für seine ermutigenden Nachrichten, die er regelmäßig an alle schreibt!
Bleibt alle gesund und denkt weiterhin dran: Flatten the curve!
Von Maike (Jhg. 12)
Da sich viele von euch wahrscheinlich in den Corona-„Ferien“ sehr langweilen, haben wir hier ein paar Tipps und Tricks zusammengetragen, um euch die Zeit so angenehm wie möglich zu machen. 🙂
Wir hoffen, euch helfen diese Tipps etwas gegen die Langeweile. Bleibt gesund und #Stay@home 🙂
von Kuki (7. Jhg.)
